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Bertha hat das Jagen entdeckt - Tipps erwünscht
16.03.2011, 13:12
Beitrag #11
RE: Bertha hat das Jagen entdeckt - Tipps erwünscht
(15.03.2011 09:09)Urtica schrieb:  ........
meine Riesin Bertha ist nun fast en jahr alt und entdeckt zunehmend die Tierwelt. Während sie z.B. auf der Hundewiese oder beim Spazierengehen bisher immer sehr stark auf ihre Hundekumpels fixiert war und ich sie dort auch guten Gewissens freilaufen lassen konnte, ist sie neulich einem Hasen hinterhergehetzt, und gestern auch einem Rehbock.
........
Ich habe Bertha auf die Pfeife konditioniert, was unter wenig Ablenkung auch sehr gut klappt - bei Kaninchen&Co habe ich leider keine Chance.

An der Schleppleine übe ich das Herankommen (ich arbeite mit Stimmlob und Leckerlies) und auch dort klappt es gut, sofern eben keine interessanten Tiere in Sicht bzw. Nase kommen.
........

mal eine bescheidene frage, warum soll dein hund überhaupt zurückkommen, wenn er dich noch nichtmal auf einer hundewiese beachtet?


viele grüße
heinke

Wenn ich die Möglichkeit bekäme, der nächsten Generation ein Geschenk zu machen, wäre es die Fähigkeit eines jeden über sich selbst zu lachen.
(Charles M. Schulz)
...
Kalorien sind fiese kleine Wesen, die nachts die Klamotten enger nähen!
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16.03.2011, 13:16
Beitrag #12
RE: Bertha hat das Jagen entdeckt - Tipps erwünscht
Hallo,

schau mal, hab ich vor kurzem in einem anderen Forum gefunden und fand ich interessant... in wieweit es funktioniert kann ich allerdings nicht sagen...

Doppelter Rückruf

Liebe Grüße
Claudia und Dörthe
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16.03.2011, 16:35
Beitrag #13
RE: Bertha hat das Jagen entdeckt - Tipps erwünscht
(16.03.2011 12:35)Urtica schrieb:  Hallo zusammen,

bzgl. Leinenführigkeit und dem Üben von Kommandos auf Distanz hat mir die Schleppleine bisher sehr gute Dienste geleistet. Deswegen hatte ich natürlich die Hoffnung, das jemand von Euch diese vielleicht schonmal eingesetzt hat, um das Jagdproblem anzugehen.

Ich stehe generell E-Halsbändern skeptisch gegenüber, habe mich aber auch noch nicht mit dieser Thematik beschäftigt. (Danke Vera, für das Angebot, Dich einmal privat dazu anzuschreiben - das werde ich bei Gelegenheit sicherlich nutzen.) Irgendwie - so denke ich naive Drossel - muss es doch auch andere Möglichkeiten geben, oder? :schaf:

Grundsätzlich bin ich auf der Suche nach einem wirkungsvollen Trainingskonzept, das dem Hund keine Schmerzen zufügt und dabei die natürliche Lernbereitschaft des Hundes nutzt. Ich werde dazu auch nochmal die Suchfunktion im Forum bemühen.

Mit einem fröhlichen Waidmanns Heil

grüßen Doro und Bertha

Hallo,

ich habe lange genau so gedacht. Aber es gibt keine andere Möglichkeit, in meinen Augen.
Seit ich das kapiert habe, macht der Spazuiergang wieder Spaß.
Grüße

Schnauzdog

wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren
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16.03.2011, 17:19
Beitrag #14
RE: Bertha hat das Jagen entdeckt - Tipps erwünscht
Der "doppelte Rückruf' is ja nun nix wirklich Neues.:tea: Den benützen wir doch fast alle (außer natürlich in Prüfungen) und ganz besonders bei Welpen/Junghunden.

Der springende Punkt ist doch der, daß beim ersten Rufen die Aufmerksamkeit des Hundes sofort auf den HF gelenkt werden muß. DAS ist es, was meistens nicht klappt, wenn der Hund in einer hohen Reiz/Trieblage ist. Hat man erst mal die ungeteilte Aufmerksamkeit des Hundes, ist es relativ leicht, sie auch zu halten.

Und wenn das erste Rufen/Pfeifen nicht sofort wirkt, wenn der Hund sich ausgeklinkt hat, wenn ihm das Blut in den Ohren singt, dann kann man hopsen und händeklatschen und mit der Stimme anfeuern und sich zum Affen machen, wie man will. Das ist doch Senf.

Diese Ausbilder! :ka: Nimm was, was jeder halbwegs erfahrene HF seit ewigen Zeiten weiß, wickel es in viel Ego ein, und schwupp: Eine "neue" METHODE ist geboren.

Die schreiben sowieso alle voneinander ab. (Wäre ja o.k. wenn man Quellen angibt, wie wir neulich gelernt haben) :baeh:


In der Hundeausbildung steht für mich fest: Es gibt sehr wenig Neuschnee.

Vera

Gleiches Streben schafft Freunde. (Demokrit).

Mißtraut allen, in welchen der Trieb, zu strafen, mächtig ist. (Nietzsche)
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16.03.2011, 18:42
Beitrag #15
RE: Bertha hat das Jagen entdeckt - Tipps erwünscht
also mal vorsichtig gesagt.............

bei jagenden oder wildernden hund ist ein e-gerät wirklich zu empfehlen. natürlich nur bei entsprechnder handhabung.

ich sitz da irgendwie am puls des problems und krieg das mit jagenden hunden hautnah fast täglich mit.

die "end-bilder" sind oftmals nicht so sehr schön.

Gruss
Gabi



Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen.
Der muss auch mit jedem Arsch klar kommen!

In diesem Sinne einen schönen Tag
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16.03.2011, 18:51 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.03.2011 18:52 von Likos.)
Beitrag #16
RE: Bertha hat das Jagen entdeckt - Tipps erwünscht
@ CaliforniaBlümchen: ich stimme Dir in allen Punkten zu. Es wäre aber doch zu einfach, wenn alle HuFü perfekt auf die Welt gekommen wären, oder? ;-) . Und manchmal kommt ja durchaus ein neuer Impuls in der Hundelehre (M. Bekoff). Insofern ...sei Dir im Voraus Dank gesagt für Wiederholungen und Bemühungen, die Menschen am anderen Ende der Leine zu besseren Gefährten der Hunde zu entwickeln: :-)

@ Heinke, die schrieb:
"warum soll dein hund überhaupt zurückkommen, wenn er dich noch nichtmal auf einer hundewiese beachtet?"

Nee, nee. So meinte ich das nicht. Auf der Hundewiese - wenn ich es erlaube, darf sie eben spielen, und dies war Bertha bislang immer wichtiger als alle anderen Tiere, die es auch noch in der Natur gibt. Auch den Abruf übe ich in diesen Situationen, übe mich darin im richtigen Timing und meinen Hund lesen zu lernen. Da hat sich allerdings ein Wechsel in der Aufmerksamkeitshierarchie (wenn ich dies so benennen sollte) von HuKumpel hin zu Wild ergeben. Und hier habe ich erkennen müssen, dass meine Möglichkeiten, genauso interessant zu sein, eben begrenzt sind (da nützt auch kein Hasenbraten im Rucksack, den ich bei mir tragen müsste).
Ich nutze immer das "Aufmerksamkeitsfenster" zum Rückruf. Manchmal passt es pur-stimmlich, manchmal eben nur per konditionertem Pfeifensignal. Ich sehe es also nicht als ein "ich als HF bin sooo uninteressant für meinen Hund, das er jagen gehen muss"- Problem an - sondern sehe hier ein, das ich mit dem selbstbelohnenden Rennen-Hetzen-Stellen eben wirklich in diesen Momenten des "Zumachens" nicht einwirken kann. Ist aber auch nur natürlich oder? Findest Du das schwach? Ich suche eben nach einem wirksamen Mittel, dies zu ändern; denn es gefährdet mich und meinen Hund, wenn dieser Zustand so bleibt.

@ Claudia und Dörthe: Danke für den Link und weiteren Lektürehinweis. Ich sehe mir das nochmal genauer an und werde das auch nochmal mit meinem HuSchuTrainer besprechen. Doppelter Rückruf: Ja, irgendwie praktiziere ich dies ja auch, so nach der ersten Lektüre. Hatte bisher nur nicht den richtigen Begriff dafür. Und sicher kann ich da durch Feintuning noch besser werden.

@ Schnauzdog & Enrico & Gabi: danke für Eure ganz offene Einschätzung. Manchmal kann ja auch "massive Einwirkung" für beide Seiten eine akzeptable Lösung sein, wennin einem guten Zeitrahmen ein entspannter Zustand erreicht wird. Ist ja ein echt schweres Thema...Mensch - und unsere Liebe zu jagenden Gesellen :ooh:

Grüße aus dem schönen Schleswig-Holstein!
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16.03.2011, 19:26
Beitrag #17
RE: Bertha hat das Jagen entdeckt - Tipps erwünscht
(16.03.2011 12:35)Urtica schrieb:  Hallo zusammen,


Grundsätzlich bin ich auf der Suche nach einem wirkungsvollen Trainingskonzept, das dem Hund keine Schmerzen zufügt und dabei die natürliche Lernbereitschaft des Hundes nutzt.

bitte denke mal darüber nach, wie groß die Schmerzen bei Deinem Hund sein werden, wenn er vom Auto überfahren wird....und wie es Dir gehen wird, wenn im allerblödesten Fall noch Menschen dabei zu Schaden kommen....sorry für die harten Worte, aber beim jagenden Hund hört bei mir eben der Spaß auf, da gehts mir nicht mehr NUR um das Wohl meines Hundes. Hat sich ein Hund u.U. bereits mehrfach selbst bestätigt beim jagen gibt es nur noch sehr sehr wenige Möglichkeiten.....lebenslange Leinenpflicht würde für MICH niemals zur Debatte stehen.

Eine Freundin von mir war erst vor kurzem bei einem Antijagdtraining mit ihrer Hündin, hauptsächlich aus Neugier, die Hündin zeigte bereits leichte Jagdambitionen. Ihr Fazit: ihr Hund hat soviel mehr Jagdtrieb als sie es sich hätte jemals vorstellen können, und obwohl sie eine wirklich gute Bindung haben und sie einen guten Gehorsam hat, gibt es in dem Fall keinerlei Möglichkeit mehr, zum Hund durchzudringen.

LG Tanja

Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.........

OBEN BLEIBEN!!!!
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16.03.2011, 22:15
Beitrag #18
RE: Bertha hat das Jagen entdeckt - Tipps erwünscht
Wenn man den Hund richtig vorbereitet, dann muß man in den meisten Fällen, bei den meisten Hunden, eben nicht mit (relativ) hohem Strom arbeiten. Der Hund kennt das Signal (die Einwirkung) und hat in wenig stressvollen Situationen gelernt, wie er damit umzugehen hat.

Einfach warten, bis der Hund im allerhöchsten Triebbereich ist und dann aufs Knöpfchen drücken auf relativ hoher Stromstärke - das ist primitiv.

Aber durch dieses irrsinnige Verbot und den - fabrizierten - Gruselschauer mit Assoziationen von Konzentrationslagern, den so manche Menschen beim bloßen Erwähnen des E-Halsbandes bekommen, traut sich ja auch kaum noch jemand, der damit human umzugehen weiß, dieses Wissen an andere weiterzugeben.

Aber um das auch mal in Proportion zu stellen: Die meisten Taschenlampen brauchen mehr Strom. Wir reden hier ja nicht von elektrischen Weidezäunen. Obwohl die ja wohl erlaubt sind. :ka:

Wem beim Gedanken an E-Halsbänder das Gruseln kommt, der hat vielleicht noch keinen überfahrenen oder erschossenen Hund gesehen.

Und mir kommt nicht nur das Gruseln sondern das Kotzen, wenn ich daran denke, daß ein Hund sein Leben lang entweder an der Strippe geführt wird oder man sein Leben riskiert, wenn man mit ihm in Wald und Feld spazieren geht. Arme Sau.

Vera

Gleiches Streben schafft Freunde. (Demokrit).

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16.03.2011, 22:16
Beitrag #19
RE: Bertha hat das Jagen entdeckt - Tipps erwünscht
Hallo,

@Vera: habe nicht behauptet, dass das mit dem Doppelten Rückruf was komplett neues wäre... aber manchmal ist es hilfreich etwas selbstverständliches nochmal genauer unter die lupe zu nehmen... ich fand die idee nicht schlecht als anregung..


Dieses Buch fand ich noch ganz interessant als Lektüre, weil es für mich auch einfach mal andere Sichtweisen hat:

Jagdhund ohne Jagdschein
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16.03.2011, 23:38 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.03.2011 23:39 von Anke.)
Beitrag #20
RE: Bertha hat das Jagen entdeckt - Tipps erwünscht
Zitat:wenn in einem guten Zeitrahmen ein entspannter Zustand erreicht wird

Der Zeitrahmen bewegt sich nach meiner Erfahrung
(inkl. Konditionierung und tatsächlicher Anwendung) bei 4 bis 6 Wochen, wovon die meiste Zeit damit verbracht wird, dass das Tragen des TIG als normal akzeptiert wird.

Diese Wochen können sich aber tatsächlich auf mehrere Monate ausdehnen, wenn kein Wild in Sicht ist :mauer:

Damit das "Nicht-Jagen" auch tatsächlich "sitzt", sollte das TIG aber sicherheitshalber noch 1/2 Jahr drauf bleiben, damit Rückfälle oder Ansätze zu Rückfällen sofort gestoppt werden können.

Ich habe für mich beschlossen, dass meine Hunde das TIG immer tragen; in erster Linie nicht, weil sie es benötigen, sondern weil ich mich sicherer fühle. Ich gebe zu, dass ich nicht mal mehr erinnern kann, wann ich die TIG-Strom-Funktion das letzte Mal benutzt habe. Bei meiner Hündin benutze ich die Vibration, um auf mich aufmerksam zu machen, weil sie immer schlechter hört, und mein Rüde folgt am Besten auf die Tonfunktion (obwohl NIEMALS negativ konditioniert!). Bei beiden Hunden reicht, wenn Wild auftaucht, ein NEIN.

Bei korrekter Eingewöhnung, Konditionierung und Anwendung (lass Dich von Vera beraten) ist das NULL-Stress für den Hund (während es für meine beiden - aus unterschiedlichen Gründen - doch einigen Stress bedeutet, mit Leine laufen zu müssen).

Gruß
Anke
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